Befragt man die deutsche Telekom nach dem aktuellen Stand bei den breitbandigen DSL-Zugängen, wirkt nach Außen alles positiv. Frohlockende Worte gab es erst jüngst, als noch vor der CeBIT der Start einer neuen
Breitband-Kampagne verkündet wurde. Doch so positiv wie alles scheint, ist es offensichtlich gar nicht. Auf Grund des auf dem DSL-Markt entbrannten Preiskampfes komme die Telekom-Tochter
T-Online gewaltig unter Druck, berichtet das Handelsblatt.
Theo Kitz, Analyst bei Merck Finck & Co fasst in einem Satz treffend zusammen: "2004 wird ein heißes Jahr im deutschen Breitbandmarkt." Zwar ist die Telekom mit rund 3,5 Millionen Breitbandkunden unangefochtener Marktführer, doch die Konkurrenz holt auf. Mehr noch: Börsenanalysten fürchten bei T-Online einen "desaströsen" Verlauf. Der Grund: Viele Kunden ordern ihre T-DSL-Anschlüsse nicht mehr direkt über die Telekom, sondern direkt bei den T-Online-Wettbewerbern. Diese versüßen dies mit günstiger oder gar kostenloser Hardware wie zum Beispiel WLAN-Routern.
AOL freut sich über 13 Prozent Marktanteil
Auch bei
AOL ist dies möglich und in der Hamburger Konzernzentrale ist man bzgl. der DSL-Zugänge durchaus positiv gestimmt. "Für AOL war der DSL-Start durchaus erfolgreich. Wir haben in Deutschland schon einen Marktanteil von 13 Prozent", äußerte sich AOL-Sprecher Mathias Hajek gegenüber der Zeitung.