Ein Drittel aller Spiele-Hersteller kann seinen Kunden bei inhaltlichen Problemen mit Computerspielen nicht helfen. Zu diesem Ergebnis kommt "Computer Bild Spiele", Europas größte Zeitschrift für Computer- und Videospiele. Im bisher größten Test von Hintlines (Hilfe-Telefonnummern zu Spiele-Inhalten) erhielten die Hersteller reihenweise schlechte Noten: Keine einzige der 39 getesteten Hotlines war "sehr gut". Gerade einmal sieben Firmen erhielten die Note "gut". 14 Firmen boten überhaupt keine oder eine miserable Hotline: "ungenügend".
Oft teure 0190-Vorwahl
"Der Service steht oft in keinem Verhältnis zum Preis", kritisiert
Frank Surholt (39), Chefredakteur von "Computer Bild Spiele". Denn
viele Hersteller betreiben ihre Hotlines mit teurer 0190-Vorwahl. Bis
zu 13 Euro musste die Redaktion im Test pro Anruf zahlen. Dabei
kannten viele Hotline-Mitarbeiter ihre eigenen Spiele nicht oder
gaben inhaltlich falsche Tipps.
Kann eine Firma bei einem Problem nicht weiterhelfen, sollte der
Kunde sein Geld zurückverlangen, so Surholt. In schwierigen Fällen
und bei Problemen mit Herstellern will "Computer Bild Spiele" seinen
Lesern in der Heft-Rubrik "Ärger des Monats" helfen.
Hayo Lücke