Spam, Viren und Würmer sind nicht nur eine Gefahr für die Computersysteme der Internetnutzer, sie belasten offenbar auch das Nervenkostüm der Anwender. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die der Anti-Viren-Spezialist Symantec in Zusammenarbeit mit der TV-Zeitschrift Hörzu ermittelt hat, berichtet das Handelsblatt in seiner aktuellen Ausgabe. In den vergangen Wochen wurden zu dem Thema "Ärgernisse am PC" mehr als 3.000 Internetnutzer im Alter zwischen 30 und 50 Jahren befragt.
Jeder bekommt Spam
Für 80 Prozent der Befragten ist es bereits normal geworden, das Internet bei der täglichen Arbeit bzw. in der Freizeit zu nutzen. Über die Hälfte der Befragten gab allerdings an, mit der Performance bzw. den Nebenwirkungen unzufrieden zu sein. Insbesondere die langen Ladezeiten strapazieren die Nerven. Bereits auf Platz zwei folgen die unerwünschten Werbe-E-Mails, so genannter Spam. Jeder (!) der Befragten erhält nach eigenen Aussagen regelmäßig Spam-Mails, jeder Vierte sogar mehr als zehn pro Tag.
Ebenso bedrohlich sei den Ergebnissen der Umfrage zufolge die Verbreitung von Viren und Würmern. Mehr als die Hälfte der Anwender sei bereits schon einmal Opfer einer Attacke eines Virus gewesen. Werbebanner und Popups sorgen ebenfalls für wenig Freude bei den Usern. Erst an fünfter Stelle folgen Programm- oder Rechnerabstürze. Auf den Plätzen sechs bis neun folgen Dialer, Spionagesoftware, Datenmissbrauch durch Hacker, zu viele Passwörter, die man sich merken muss und der plötzliche Datenverlust.
Fluchen fast selbstverständlich
Interessant auch das Ergebnis, dass 43 Prozent der Befragten angaben, kräftig zu fluchen, wenn wirklich einmal etwas passiert. Nur 14 Prozent gaben an, ruhig und gelassen zu bleiben, der Rest sucht zunächst Entspannung bei Spaziergängen oder schaltet das Gerät sofort ab. Der Einsatz von Firewalls ist indes noch keine Selbstverständlichkeit. Nur 29 Prozent gaben an, eine solche Sicherheitslösung auf dem eigenen Rechner installiert zu haben.