Der US-Softwaregigant Microsoft will sein Betriebssystem Windows XP bald auch in der Sprache der Eskimos anbieten. Programmierer des Softwarekonzerns seien zurzeit dabei, eine Liste mit Begriffen aufzustellen, die sich für das Betriebssystem anwenden ließen, wie eine Microsoft-Vertreterin in Toronto mitteilte.
Die Sprache sei jedoch nur sehr schwer zu übertragen, da sich ihre Rechtschreibung aus einer komplizierten Mischung aus Silben und Symbolen zusammensetze. Nach Angaben der Microsoft-Vertreterin dient die Umsetzung gleichzeitig auch dem Erhalt der Inuit-Sprache, die durch den Vormarsch des Englischen zusehends bedroht sei.
Update: Windows auch für Inkas
Doch nicht nur Eskimos sollen künftig mit Microsoft-Produkten arbeiten, auch indigene Völker Südamerikas soll "Windows" schmackhaft gemacht werden. In diesem Zusammenhang sollen die Windows- und Office-Programme im nächsten Jahr auch in der Inka-Sprache "Quechua" auf den Markt kommen.
Die Andensprache werde von zehn Millionen Menschen gesprochen und sei damit die meistgesprochene indianische Sprache Südamerikas, sagte Marushka Chocobar von Microsoft Peru. Ihre Verbreitung reicht von Peru über die angrenzenden Andenstaaten Ecuador und Bolivien bis nach Kolumbien, Chile und Argentinien.
Die Quechua-Version von Windows XP und Office 2003 wird in Peru entwickelt, der Wiege des Inka-Reichs, das sich im 16. Jahrhundert vom heutigen Kolumbien bis nach Chile erstreckte. Es ist das erste Mal, dass das US-Softwareunternehmen Programme in eine indigene Sprache für Lateinamerika übersetzt, wo viele Menschen nicht die Amtssprache Spanisch sprechen und damit keinen Zugang zu Computern haben.