Können sich die Mobiltelefonierer auf Gratis-Gespräche freuen? Glaubt man den Worten von Intel-Chef Paul Otellini, wird dies langfristig Wirklichkeit. Was schwer vorstellbar erscheint, ist für Otellini offenbar eine logische Konsequenz des Entwicklungsprozesses. Dies gab er in einem Interview mit der Berliner Zeitung zu Protokoll.
Neue Hochleistungs-Handyprozessoren
Nach den Worten des Intel-Präsidenten steht eine digitale Revolution ins Haus. Die Digitaltechnik habe sich nach der Computerindustrie und Konsumelektronik nun den Kommunikationssektor ausgeguckt, um diesen umzuwälzen. Das bedeute nach seinen Worten, dass der Computer mobil sein werde und überall mit dem Internet in Kontakt stehe. Die derzeitige Leistung von Handys vergleicht Otellini mit der Leistung eines PC aus dem Jahre 1982. Bereits im kommenden Jahr wolle Intel jedoch Handyprozessoren herstellen, die an die Leistung eines Pentium-III-Chips reichen.
WLAN-Technologie kommt in die Handys
Ferner werde Intel bald Chips auf den Markt bringen, die eine UMTS-Kommunikation erlauben. Man wolle den Kunden, aber auch bei der WLAN-Technologie die Türen weiter öffnen. Wenn jemand zuhause ein WLAN-Netzwerk aufgebaut habe, über das sich preiswert das Internet erreichen lasse, werde künftig das Mobiltelefon automatisch auf WLAN umschalten. Schon in wenigen Jahren werde WLAN in fast jedes Handy eingebaut sein. Es ist fraglich, ob dies den Mobilfunkanbietern schmecken wird, die teures Geld für die UMTS-Lizenzen bezahlt haben.