Das Vorzeigemodell mit Sledgehammer-Kern beschleunigt auf 2,4 GHz und zieht aus, um Intels Extreme Edition das Fürchten zu lehren. Mit 128 KByte L1-Cache insgesamt und 1 MByte L2-Cache macht er dem schnellsten Pentium 4 so manchen vorderen Benchmark-Platz streitig.
Wie AMDs Opteron nutzt er den Sockel 940 und passt in alle Mainboards mit Nvidia nForce3 Pro oder VIA K8T800 Chipsatz. In vorhandenen Systemen kann der FX-51 einfach durch die neuere Version ersetzt werden. Als Frontside Bus nutzt er die 800 MHz schnelle HyperTransport-Architektur, außerdem bietet er einen integrierten Zweikanal-Speicher-Controller mit 128 Bit.
Für seinen Boliden verlangt AMD ausschließlich teure, registrierte Speichermodule bis PC3200, dafür wird man jedoch mit einer Speicherbandbreite von maximal 6,4 GByte/s belohnt. Wie alle Athlon 64 verfügt der FX-53 über Microsofts Data Execution Prevention Technologie zum Virenschutz, die im kommenden Windows XP Service Pack 2 enthalten sein wird. Damit lässt sich verhindern, dass bestimmte Virenarten sich selbständig kopieren und verbreiten.
So sinnvoll wie ein überteuerter Sportwagen

Der wohl primär für vermögende Spiele- und Hardware-Enthusiasten ausgelegte High-End-Prozessor steht vorerst nur ausgewählten PC-Herstellern zur Verfügung, die Verfügbarkeit soll aber in den nächsten Wochen zügig erweitert werden. Während Intels Pentium 4 Extreme Edition bei hiesigen Händlern mit mehr als 850 Euro zu Buche schlägt, soll der Athlon 64 FX-53 "nur" 733 US-$ (ca. 600 Euro) kosten.
Trotz der überragenden Leistung lässt ihn sein Preis so sinnvoll erscheinen wie einen überteuerten Sportwagen, den niemand wirklich braucht, aber viele haben möchten.
Benjamin Schnitzler