Ermittlern zufolge war es die weltweit größte Razzia gegen professionelle Raubkopierer. Auf der Suche nach illegal kopierten Hollywood-Filmen und Computerspielen sind 800 Wohnungen, Firmenräume und Rechenzentren in ganz Deutschland durchsucht worden.
Bei den Razzien im Raum München, Frankfurt am Main, Bremen, Köln und Ruhrgebiet wurden in den vergangenen Tagen mehrere Menschen festgenommen. Das teilte die an den Ermittlungen beteiligte Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) in Hamburg mit.
Zwei Jahre dauern die Ermittlungen von GVU, Staatsanwaltschaft und Polizei. Dabei kommen sie wichtigen "Release-Groups" auf die Spur, die große Film-Erfolge oder beliebte Computer-Spiele kopieren. Das Vertriebs-Netz soll für deren Verbreitung unter einem angeblich überwiegend jugendlichen Publikum gesorgt haben. Rund 500 Filme sollen zwischen 2001 und 2004 von dem ausgehebelten Piraten-Netzwerk illegal produziert und vertrieben worden sein, darunter auch Kassenschlager wie "Der Herr der Ringe".
38 Terabyte sichergestellt
Bei den Aktionen sind laut der GVU 19 Internetserver mit Film- und Software-Raubkopien sichergestellt worden – mit insgesamt 38 Terabyte illegaler Daten. Außerdem wurden den Angaben zufolge über 40.000 Datenträger und weit über 200 Computeranlagen beschlagnahmt. Die Bande soll der Unterhaltungsindustrie einen Schaden in hoher zweistelliger Millionenhöhe zugefügt haben.
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