Es ist Donnerstag, noch ist es relativ leer auf der CeBIT: Ideale Voraussetzung also, der T-Com einen Besuch abzustatten. Die Schwerpunkte des Interviews: T-DSL-Ausbau, T-DSL über Glasfaser und Voice-over-IP...
onlinekosten.de: Herr Seibel, wie wird die T-Com in Zukunft mit den Kunden verfahren, welchen aufgrund der Leitungslänge kein T-DSL zur Verfügung gestellt werden kann? Stichwort: Repeater. Wieso zieht die T-Com kein Nutzen solcher Gerätschaften in Betracht, um noch mehr Kunden T-DSL zur Verfügung zu stellen?
Seibel: Zunächst muss gesagt werden, dass die Telekom rund 90 Prozent der Festnetzanschlüsse mit T-DSL erschließen kann. Wir werden die Verfügbarkeit auch weiterhin ausbauen, sofern dies unter wirtschaftlichen Aspekten möglich ist. Dabei haben wir stets ein Auge auf die Weiterentwicklungen unserer technischen Lieferanten. Sobald sich eine finanzierbare Lösung auftut, werden wir natürlich auf die Geräte zurückgreifen, um noch mehr Kunden T-DSL bereitstellen zu können.
onlinekosten.de: Und wie sieht bei den "Glasfaser-Geschädigten" aus? Bisher war nur von einem Kabel-Überbau die Rede. Gibt es da Neuigkeiten?
Seibel: Auch hier gilt das zuvor Gesagte: Sobald einer unserer Lieferanten eine wirtschaftliche Technik zur Verfügung stellen kann, werden auch durch Glasfaserkabel erschlossene Gebiete mit T-DSL versorgt werden. Der OPAL-Überbau in den neuen Bundesländern ist dadurch begründet, dass der jahrelange Betrieb der Kabel eine Erneuerung erforderlich macht. Dies wird jedoch ein sich über Jahre erstreckender Vorgang sein, der einige Zeit in Anspruch nehmen wird.