Die Internet-Service-Provider in Deutschland haben das WLAN-Roamingsystem "Greenspot" zur CeBIT in Betrieb genommen, teilte der Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco Forum e.V., auf der Messe in Hannover mit. Der eco-Verband stellt das bundesweit einheitliche Abrechnungssystem für die Nutzung von WLAN-Funknetzen als Clearinghouse ab sofort für Internet-Service-Provider,
Hotspot-Betreiber und alle anderen im WLAN-Markt engagierten
Teilnehmer bereit.
Verbraucher, die sich bei ihrem ISP für Greenspot entscheiden,
können mit einem Notebook an Hotspots in ganz Deutschland nach einem einheitlichen Verfahren Anschluss ans Internet finden. Die Verbindungskosten zahlt der Verbraucher mit der Monatsrechnung seines Internet Service Providers, den er schon für den Festnetzzugang gewählt hat.
"Mit Greenspot ist der mobile Internetzugang so einfach wie aus dem Festnetz", sagte eco-Geschäftsführer Harald A. Summa in Hannover. Das vom deutschen Verband entwickelte Greenspot-Konzept findet auch in anderen europäischen Ländern Zustimmung: Österreich hat sich bereits für Greenspot entschieden, weitere Staaten wollen folgen.
Chaos wird gelöst
Greenspot löst ein "Chaos" beim Zugang zum mobilen Internet ab,
dem der Verbraucher bislang gegenüberstand. Bisher musste er sich für
jeden einzelnen Hotspot eine separate Zugangsberechtigung besorgen
(Gutschein, Voucher), die zudem nur für eine begrenzte Zeit gültig
war. Damit war die Nutzung der Hunderte von Hotspots, die derzeit
bereits in Deutschland in Betrieb sind, für die Mehrzahl der
potenziellen Kunden wenig attraktiv. Mit Greenspot findet der
Verbraucher hingegen ganz leicht zum mobilen Internetzugang: Funknetz
aussuchen, Passwort eingeben und los geht's.
Hayo Lücke