Microsoft will sein Betriebssystem Windows XP, das immer wieder Ziel von Viren-Attacken wird, deutlich sicherer machen. Der US-Softwarekonzern kündigte auf der Computermesse CeBIT in Hannover an, für den Sommer eine neue Version seines Service Pack genannten Update-Programms an.
Firewall wird aktiviert
Durch dieses wird dem Unternehmen zufolge die in Windows eingebaute Firewall, die Zugriffe von außen auf den Rechner kontrolliert, in der Grundeinstellung eingeschaltet. Alle Datenzugänge, die nicht von einem Programm auf dem PC genutzt würden, seien dabei zunächst blockiert. Zudem sollen auch drahtlose Netzwerkzugänge besser abgesichert werden.
Computernutzer sollen durch den Service Pack 2 auch vor dem unbeabsichtigten Herunterladen unerwünschter teurer Einwahlprogramme (Dialer) aus dem Internet geschützt werden. Download-Anfragen aus dem Netz werden laut Microsoft grundsätzlich blockiert, können jedoch vom Nutzer manuell freigegeben werden. Auch unerwünscht aufspringende Fenster werden unterdrückt.
Outlook-Sicherungen inklusive
Um Angriffe von Hackern aus dem Internet zu erschweren, soll eine bekannte Schwachstelle bei der Speicherverwaltung ausgebessert werden. Das E-Mail-Programm Outlook wird künftig potenziell unsichere Dateianhänge, über die sich Viren üblicherweise verbreiten, isolieren. Sie sollen so nicht mehr in der Lage sein, den Rechner zu infizieren. Zudem werden möglicherweise unsichere HTML-Mails in der Grundeinstellung nicht mehr angezeigt.