Netzbetreiber verfolgen unterschiedliche Zukunftspläne
Die UMTS-Anbieter reagieren mit unterschiedlichen Strategien auf die WLAN-Offensive. Während Vodafone sich entschlossen hat, weiter voll auf UMTS zu setzen, will Branchenprimus T-Mobile beide Zugangstechniken in Kombination anbieten und bis zum Jahresende tausende Hotspots installieren: Der Kunde könnte dann etwa im Hotel mit der schnellen WLAN-Technik surfen, für Gespräche oder die Multimedia-Botschaft von unterwegs aber auf UMTS zurückgreifen.
Wimax: Der WLAN-Nachfolger
Welche Kalkulation aufgeht, wird sich erst in ein paar Jahren zeigen. In der Branche wird jedenfalls schon am nächsten Datenturbo gefeilt, der den Nachteil der räumlichen Beschränkung von WLAN aufheben könnte: Worldwide Interoperability for Microwave Access (Wimax) ist nicht nur nochmals ein paar Megabit schneller, sondern soll auch eine Reichweite von bis zu 50 Kilometern haben.
Das Projekt wird unter Führung des weltgrößten Chipherstellers Intel derzeit von 67 Firmen vorangetrieben. Sie wollen Wimax-fährige Chips ab 2006 in jedes Notebook einbauen, wie dies heute bereits mit WLAN geschiet. Auch die Nutzung per Handy könnte dann attraktiv werden, da sich leicht eine flächendeckende Netzabdeckung erreichen ließe. Der Handy-Hersteller Nokia, der jahrelang auf UMTS gesetzt hat, trat jedenfalls bereits dem Branchenzusammenschluss Wimax-Forum bei.
Hayo Lücke
/ afp