Während der öffentliche Bereich dem Redmonder Riesen schrittweise den Rücken kehrt und auf Open Source Projekte setzt, geht die Stadt Worms jetzt einen Schritt zurück. Nach fünf Jahren Open Source mit der E-Mail-Software Sendmail steigt man in Rheinhessen nun auf Microsoft Exchange um.
Nach
Ballmers Debakel in München kann der Microsoft-Chef sich jetzt über 500 neue Exchange-Lizenzen und 20 Arbeitsplätze mit Office 2003 freuen. Grund für die Umstellung waren laut der Stadt Worms Defizite bei der Groupware-Funktionalität Sendmails.
Open Source zu kompliziert für Stadtverwaltung?
Nach Angaben eines Vertreters des Projektteams bei der Stadt hat Sendmail Defizite bei der Termin- und Abwesenheits- sowie der Vertretungsregelung. Außerdem wollte die Nutzung von Dateiordnern durch mehrere Benutzer nicht so funktionieren, wie sich die Rheinhessen das vorstellten. Insgesamt biete Microsoft Exchange eine einfachere und unkompliziertere Handhabung.
Statt auf Open Source, setzt man in Worms für verwaltungsinterne IT-Anwendungen ab jetzt auf Windows 2000 mit Active Directory. Wie viel die Rückkehr zu "Closed Source" kosten wird, wurde nicht erwähnt. Aber die Stadtverwaltung wird wohl ganz schön effizient arbeiten müssen, um diese schnell wieder auszugleichen.
Benjamin Schnitzler