Was nutzt eine Flatrate, wenn der Content kostenpflichtig wird? Zwar ist es inzwischen üblich, dass Inhalte im Internet kostenpflichtig werden, doch wenn es sich dabei um ein beworbenes Feature der O
2-WAP-Flat handelt, ist das schon ein dicker Hund.
Billige Flat, teurer Content
Bereits vor einiger Zeit war ein Liveticker zum Thema Sport kostenpflichtig geworden, in dem Fall hielt sich die Aufregung allerdings in Grenzen. Wesentlich schlimmer ist der konkrete Fall: Der "Live-Chat" von O
2 soll ab sofort 49 Cent pro Nutzungstag kosten. Ein Monatsabo soll 2 Euro kosten, sehr zum Ärger der betroffenen Kunden.
Der Chat hatte es nämlich in sich, zu Spitzenzeiten trafen sich dort 500 und mehr Chatter und zwar zum Nulltarif, wenn man einmal von den 5 Euro, die monatlich für die WAP-Flat fällig wurden, absieht. Entsprechend beliebt auch die Flat selbst, obwohl sie einige Hürden mitbringt, zum Beispiel, dass man sie nach Ablauf der sechswöchigen Probezeit bis Vertragsende nicht mehr kündigen konnte.
Immer öfter kostenpflichtig
Inzwischen kristallisiert sich heraus, dass die Anbieter dazu übergehen, den Zugang zu den Diensten zu einem Pauschalpreis anzubieten, die Dienste selbst dann aber nur durch weitere Zahlungen erreichbar sind. Die drei anderen großen Mobilfunkanbieter in Deutschland verfolgen eine ähnliche Praxis. Ob T-Mobile, Eplus oder Vodafone, sie alle wollen immer häufiger Gebühren für den Content sehen.
Betroffenen WAP-Surfern bleibt nichts anderes übrig, als auf kostenlose Alternativen auszuweichen, zum Beispiel auf
WapICQ oder -IRC von Wapd.de. Zudem lassen sich auch kostenlose WAP-Portale neben dem von O
2 als Startseite einrichten, die zu kostenfreien Angeboten führen.