Stellungnahme von 1&1
Natürlich wollten wir genauer wissen, was sich 1&1 von dieser Maßnahme verspricht und haben bei der Pressestelle um eine Stellungnahme gebeten. Wie uns Nicole Braun, Pressereferentin bei 1&1, mitteilte, seien von der Aktion "nur einzelne ausgewählte Extrem-Surfer" betroffen. Weiter führte Frau Braun aus, dass keineswegs allen Kunden, die mehr als 20 Gigabyte an Daten pro Monat übertragen, ein entsprechendes Angebot unterbreitet werde.
In Einzelfällen würden die Flatrate-Nutzer in einem Monat bis zu 100 Gigabyte an Traffic verursachen, was zu einer großen Belastung des Netzes führe. Die hier entstehenden Kosten müssten über den Pauschalpreis der Normal-Nutzer mitgetragen werden. Nicole Braun verweist ferner darauf, dass einige Provider in ihrer Not sogar dazu übergegangen seien, bei Heavy-Usern die Übertragungsrate zu drosseln und bezieht sich damit unter anderem auf die Praktiken bei Tiscali - über die onlinekosten.de bereits
ausführlich berichtete.
Eine derartige Maßnahme will 1&1 nicht ergreifen. "Daher wurde einzelnen ausgewählten Extrem-Nutzern das Angebot unterbreitet. Wer freiwillig aus seiner Flatrate aussteigt, erhält von 1&1 den dabei entstehenden Aufwand auf dem Kulanzweg mit 100 Euro vergütet. Möchte ein Kunde dieses Angebot nicht annehmen, so bleibt sein Vertrag zu unveränderten Konditionen bestehen", so Braun weiter.