Standen bisher hauptsächlich Raubkopierer aus Internet-Tauschbörsen im Visier der Musikindustrie-Rechtsanwälte, so soll es nun die Besitzer von chinesischen Karaoke-Bars treffen.
Für viele dort gespielter Songs würden keine Lizenzgebühren entrichtet – dagegen wollen große Labels wie Time Warner, Universal und EMI jetzt vorgehen, berichtet AP. Insgesamt 49 Firmen aus dem In- und Ausland würden an der Aktion teilnehmen. Dazu hätten Anwälte Briefe an Karaoke-Bars in ganz China versand, die den Aufruf enthielten, Lizenzgebühren zu zahlen.
Keine der Bars würde Gebühren zahlen, erklärt Guo Chunfrei von der beauftragten Rechtsanwaltsfirma Tianwei in Peking gegenüber AP. Man hoffe, dass sich Einigungen auch ohne Gerichte erzielen ließen. Happig allerdings sind die verlangen Beträge – bis zu 12.000 Dollar sollen die Bars je nach Größe zahlen.
Sven Wagenhöfer