Der Kampf um die Suchmaschinenspitze geht mit der Yahoo-Technologieumstellung in eine neue Runde. Nutzte das altehrwürdige Internetportal bisher Suchtechnik und Suchergebnisse direkt von Google, wurde jetzt auf eine Eigenentwicklung umgestellt – die allerdings nicht bei jedem Freuden hervorruft.
Streng getrennt wie bei Google sind nämlich Werbelinks und tatsächliche Suchergebnisse bei Yahoo in Zukunft nicht mehr. Um genug solcher bezahlter Links zu haben, hatte Yahoo erst kürzlich Overture und Inktomi, zwei Spezialisten für Suchmaschinen-Advertising, übernommen. Keine bezahlten Ergebnisse dagegen will in Zukunft Ask Jeeves benutzen.
Wer will Sponsored-Links?
"Wir glauben, dass bezahlte Sucheinträge nicht im Interesse unser User und der gesamten Internet-Gemeinde sind", stellte Jim Lanzone, Product Manager bei Ask Jeeves auf dem diesjährigen Search Engine Kongress in New York fest. Doch nicht nur bei der Konkurrenz und den Benutzern, sondern auch bei der amerikanischen FTC (Federal Trade Commision) könnte Yahoo in Misskredit geraten.
Diese könnte Anstoß an den versteckten Werbelinks nehmen, auf die Yahoo lediglich in einer FAQ hinweist – und sich damit haarscharf an den Vorgaben der FTC bewegt. Lachender Dritter im Bunde dagegen wird vielleicht Microsofts Suchportal MSN sein – vor allem mit der Einführung von Windows Longhorn, in das eine Suchverknüpfung mit MSN selbst bei einer lokalen Suche auf dem Rechner schon integriert sein soll.