Traut man den Tönen aus Redmond, so kann man mit Excel und FrontPage 2003 bald Auktionen gewinnen. Vergangenen Montag wurden Entwickler dazu eingeladen, Microsofts Pläne zum Bieten und Ersteigern zu bestaunen.
Zum Beispiel kann Excel dazu benutzt werden, um dynamische Listen von Ebay-Artikeln zu erstellen. Sobald Änderungen bei Preis oder Gebot auftreten, bringt sich die Auflistung automatisch auf den neuesten Stand. Auf diese Weise sind auch mehrere Artikel direkt vergleichbar.
Die "Ebay-API"
Verkäufer hingegen können ihre Artikel sofort über die eigene Web-Site anpreisen oder verwalten. Wie gehabt fungiert FrontPage dabei als WYSIWYG-Editor, nur dass diesmal auch Ebay mit von der Partie ist. Zur besseren Kontrolle stehen etliche Filter-, Sortier- und Gruppierungsfunktionen zur Verfügung, die den Handel erleichtern sollen.

Die sogenannte "Ebay-API" auf XML-Basis nutzt auch Excel, um Listen und Diagramme anzufertigen. Praktisch ist auch, dass man seine Artikel über den Ebay Web Service direkt von der Tabellenkalkulation aus bei Ebay einstellen kann. Funktioniert hat das jedenfalls bei der
Präsentation von Bill Gates im Oktober 2003.
Viele der Funktionen werden bereits von Ebay-Tools oder Software von Drittanbietern wie
"Preispiraten" abgedeckt. Grundlegend neu ist nur, dass jetzt auch Microsoft ein Stück von Ebays großem Kuchen abbekommen möchte. Solange das Projekt nicht als Monopol auf Auktions-Software endet und man von Lizenzgebühren auf eingestellte Artikel verschont bleibt, werden auch "Ebayer" davon profitieren können. Bliebe bloß noch ein anderes Damoklesschwert: Schwerer Ausnahmefehler, dieser Artikel muss leider beendet werden.