Bequem und doch hinderlich
Wer eine Umlaut-Domain einrichtet, sollte sich indes über die Folgen klar sein. Außerhalb des deutschen Sprachraums hat niemand ä,ö oder ü auf seiner Tastatur und kann eine solche Domain nur mit großen Problemen im Browser aufrufen. "Die Hoffnung ist, dass es Lieschen Müller im Internet einfacher hat, weil sie einfach Müller mit ü eingeben kann", sagt Harald Bögeholz vom Magazin c't. "Aber international ist das eher hinderlich".
Dies gilt vor allem auch für Firmen, die grenzüberschreitend erreichbar sein wollen. Zudem werden konkurrierende Schreibweisen, wenn beispielsweise Schröder.de und Schroder.de an verschienden Inhaber vergeben sind, für gehörige Verwirrung sorgen. Eine weitere Fußangel lauert bei Mails.
"Die Umlaut-Domains werden anfangs zwar im Browser funktionieren, aber nicht im E-Mail-Programm", sagt Bögeholz. Eine Mail von oder an lieschen@müller.de wird also ihren Empfänger nicht erreichen.
Michael Müller
/ afp