Für alle Jägers, Müllers oder Schröders beginnt ab Montag ein neues Internet-Zeitalter: Am 1. März werden die ersten Netzadressen freigeschaltet, die auch Umlaute enthalten dürfen. Wer seinen Domain-Namen bisher an entsprechender Stelle mit ae, ue oder oe an die technischen Standards des weltweiten Datennetzes anpassen musste, kann sich nun auch in der Adresse seiner Website so schreiben, wie er will.
Vorregistrierungen
Schon jetzt sind eine halbe Million Adressen vorregistriert. Unter ihnen dürften sich wieder einmal zahlreiche Domainritter tummeln, die darauf hoffen, eine von ihnen eroberte Umlaut-Domain bald gewinnbringend weiterverkaufen zu können. Bei den meisten Internetanbietern haben die Umlautdomains das Geschäft zu Jahresbeginn kräftig beflügelt. "Das Interesse ist sehr groß", sagt Ingrun Senft, Sprecherin der
1und1 Internet AG.
Nicht nur .de-Domains
Umlaute lassen sich dabei nicht nur mit der Top Level Domain (TLD) .de, sondern auch mit einer Vielzahl anderer Endungen wie .com, .net, .org oder .info kombinieren. Die Preise für eine kleine Website mit Umlaut-Wunschnamen beginnen bei monatlich weniger als einem Euro. Um die Anmeldeflut etwas einzudämmen, nehmen viele Anbieter keine Anträge mehr entgegen, wenn für einen Domain-Namen eine bestimmte Zahl von Anmeldern bereits erreicht ist.