Der Leistungshunger des Computeranwenders ist fast unstillbar. Dies war der Grund für Siemens, in Verbindung mit der TU Eindhoven und der British Telecom, die Glasfaser-Netzwerk-Technik weiterzuentwickeln.
Glasfaser zur Datenübertragung
Das Übertragungspotential wurde bisher von den Schaltknoten begrenzt, die für die Verteilung der einzelnen Informationen zu ihrem Bestimmungsort, zuständig sind. Heut zu Tage wird diese Aufgabe von elektrisch-mechanischen Spiegeln bewältigt, die aber auf Grund ihrer Reaktionszeit keinen weiteren Anstieg der Bandbreite zulassen.
Das aktuelle Glasfasernetz hat eine Übertragungsgeschwindigkeit von 1,6 Terabit die Sekunde. Dabei werden die Informationen mittels Licht in verschiedenen Wellenlängen und zehn Gigabit je Wellenlänge transportiert.
Höhere Übertragungsfähigkeit
Den Forschern von Siemens ist es nun gelungen, die Datenmengen von bisher 16 Wellenlängen in nur einer einzelnen zu transportieren. Mit Hilfe der optischen Schalter können Zugriffszeiten von nur 6,25 Pikosekunden erreicht werden und somit, trotz der höheren Datendichte, die einzelnen Pakete präzise ausgelesen werden.
Durch diese Technik ist es nun möglich, die Bandbreite um das 16 fache zu erhöhen und gleichzeitig die Anzahl der, für die Übertragung benötigten Laser, zu verringern.
Die Zukunft spricht Siemens
Zwar haben erste Test auf der 70 Kilometer langen Teststrecke in England keine Fehler erkennen lassen, jedoch rechnen die Wissenschaftler damit, dass es noch einige Jahren dauern wird bis diese Technik im Alltag einsetzbar ist. Freuen können wir uns schon heute auf geringere Kosten und einen schnelleren Datentransfer.