Für ein Handy zu klobig, für einen Computer zu schwach. Der Nokia Communicator 9500 ist mehr ein Laptop als ein Handy. Allerdings konnten sich die Entwickler, wie schon beim Vorgänger, scheinbar nicht ganz entscheiden, was am Ende herauskommen sollte. Deshalb ist der Communicator genau wie seine Vorgänger vor allem ein klobiges Handy mit einigen Extras.
Vollständige Tastatur
Als besonderes Merkmal sei die vollständige Tastatur anzuführen. Um sie zu nutzen, muss der Communicator allerdings aufgeklappt werden. Anders als bei "normalen" Handys ist man dadurch nicht auf die mickrige Handy-Tastatur angewiesen. Doch auch die Tastatur des Communicators ist, der Miniaturisierung sei dank, kein Freund von Vieltippern und Wurstfingern.
Ebenfalls an einen Laptop erinnert die Fähigkeit, kabellos auf Netzwerke zuzugreifen. Zwar handelt es sich dabei nur um den inzwischen überholten 802.11b-Standard mit maximal 11 MBit pro Sekunde. Wesentlich aktueller wäre WLAN nach 802.11g, womit sich Übertragungsraten bis zu 54 MBit/s erreichen ließen. Doch für ein Gerät wie den Communicator reichen auch 11 MBit vollkommen aus.
Kabellos ins Intranet
Die reichen nämlich dicke, um zum Beispiel an WLAN-Hotspots im Internet zu surfen oder im Firmennetzwerk Dokumente durch die Gegend zu schieben. Multimedia-Geschichten und die damit verbundenen Riesen-Dateien sind aber ohnehin nicht möglich, da das Gerät über nur 80 Megabyte internen Speicher verfügt. Das ist für ein Handy zweifelsohne viel, für einen Taschencomputer hingegen wenig. Positiv fällt in diesem Zusammenhang auf, dass Erweiterungsmöglichkeiten, zum Beispiel für MMC oder SD-Cards, eingebaut sind.