Onlinekosten.de meint
Der Dialeranwalt und das Maultier: Die Kandare sitzt, der Sattel auch - nur dass Tierchen bockt gewaltig. Wenn sich da jemand nicht gewaltig in die Nesseln setzt. - Wir können's nur hoffen...
Der Abmahn-Cocktail ist an sich schon schwer zu schlucken. Für den bitteren Nachgeschmack sorgt der Hersteller selbst zur Genüge. Denn es ist nicht irgendwer, der hier die Freiheit des Internets bedroht. Es ist die Dialerbranche in Person. Nicht nur vertritt Syndikus als Anwalt zahlreiche Individuen, die ihr Geld damit verdienen, auf dubiosen emule-Seiten den ahnungslosen Usern ihre miesen Dialer unterzujubeln. Der Mann ist auch Geschäftsführer zweier Dialer-Firmen, der Consiliere und der Global-Netcom, deren Produkte von seinen dubiosen Mandanten mit Vorliebe genutzt werden. Ein Doppel-Verdiener also...
Angriff der dialerverpesteten Konkurrenz
Dass die emule-Abmahnung nur die hauseigenen Anwaltsgebühren ein wenig päppeln sollte, ist zu bezweifeln. Nicht umsonst hat Syndikus nicht nur emule, sondern auch den Namen edonkey sichern lassen - für einen gewissen Frank Dümpelmann, nebenbei Ex-Geschäftsführer in Syndikus Dialer-Schmiede Consiliere. Es scheint, als solle hier der große Schlag stattfinden: Der Schlag gegen die Kostenlos-Seiten. Seiten, die frei und ehrlich Software zum Download anbieten - und damit der dialerverpesteten Konkurrenz aus den Syndikusschen Mandantenreihen ein Dorn im Auge sind.
Fazit: Wir können gar nicht so viel fressen...
Das freie Emule in den Händen der Dialer-Branche - zu schlimm, um wahr zu sein. Sollte der Abmahn-Enterhaken rechtlich greifen, wäre das ein Sieg fürs Geschäft in der moralischen Grauzone - und damit für die dunkle Seite des Netzes. Was wir davon halten, hat jemand berühmteres schon allzu treffend ausgedrückt: Man kann gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte...