Solide Standardkost bietet Motorola mit dem neuen V220. Keine auffällig neuen Funktionen, dafür aber einen Haufen Spielereien im Bezug auf Klingeltöne. Denn das V220 kann Klingeltöne bearbeiten. Die dazugehörige Software nennt sich Motomixer und ist in der Lage, Midi-Gepiepse neu zu erstellen oder zu remixen.
Kaum ein Unterschied zu anderen Modellen
Ansonsten unterscheidet sich das Klapphandy kaum von den anderen Modellen von Motorola. Eine Digitalkamera mit VGA-Auflösung (640 mal 480 Pixel) liefert das Bildmaterial für Multimedia-Messages. Optisch schaut's aus wie das V600 in Plastik. Das 128 mal 128 große innere Display kann 65536 Farben darstellen, ein kleineres Außen-Display informiert beispielsweise über eingehende Anrufe und Netzwersorgung.
Midi-Mixer und Desktop-Themes

Die Abgrenzung zu den anderen Modellen erfolgt vor allen Dingen über die fehlende Datenschnittstelle - während zum Beispiel das V80 mit Bluetooth aufwartet, ist das V220 bestenfalls mit einem Datenkabel ausgestattet. Da hilft auch die GPRS-Funktion (Klasse 10) nichts, wenn man das Handy nicht als Modem für den Laptop nutzen kann.
Schwache Leistungen
Ebenfalls enttäuschend: Das 84 mal 44 mal 22 Millimeter kleine und 80 Gramm leichte Triband-Handy liefert nur eine Bereitschaftszeit von bis zu 187 Stunden, was knapp acht Tagen entspricht. Besser sieht es da schon mit der maximalen Gesprächszeit aus. Sie liegt bei knapp sechs Stunden. An freiem Speicherplatz gewährt Motorola gerade einmal 1,8 Megabyte, was insbesondere für ein Kamerahandy viel zu knapp bemessen ist.
Für Multimedia-Einsteiger sollte es aber trotzdem ein interessantes Einstiegsmodell sein. Es ist ab sofort ohne Vertrag für 249 Euro im Handel erhältlich.
Christian Rentrop