Viel angepriesen und nichts dahinter
Damit nicht genug: Mit gezieltem Google-Faking müllt Dolzer obendrein auch noch die Suchmaschinen zu. Jeder, der im Netz zum Beispiel schon einmal nach einem Download der Kazaa-Software gegoogelt hat, wird zwangsläufig auf die Seiten des feinen Mario gestoßen sein. Wer bei Google "Download" und "Kazaa" eingibt, findet Dolzers kazaa-download.de gleich auf Platz 2: Wenig Nutzen für den Nutzer, volle Kasse für den Dialer-Fuzzi.
Kurz gesagt: Dolzer und seine Seiten sind eine Netz-Seuche, die ihresgleichen sucht. Auf ihnen wird mit Desinformation und Irreführung gearbeitet. Und Syndikus, der Mann mit der schützenden Hand über unserem sympathischen Jung-Unternehmer, verdient als Dialer-Hersteller mit geneppten Kunden auch noch mit.
Erklären Sie sich, Herr Anwalt
Syndikus nahm jetzt gegenüber dem Tagesspiegel dazu Stellung: Angeblich habe er den „Domaininhaber auf eventuelle Risiken hingewiesen“. Auch könne er nicht sämtliche „Aktionen eines Mandanten überwachen“. Verzeihung – die Redaktion lacht! – Prüfen können hätte Syndikus die Dolzerschen Aktionen sehr wohl. Sei es als sein Anwalt oder sein Dialer-Anbieter. Ein kurzer Einblick hätte gereicht, um sich ein Bild von dessen überaus seriöser Tätigkeit zu machen. Fragt sich nur, ob Syndikus überhaupt durchblicken wollte…
Onlinekosten.de meint
Die Verquickung zwischen Anwalt und Mandant – die rechtliche Würdigung überlassen wir anderen – für moralisch verwerflich halten wir sie in jedem Fall. Die Krone setzt dem Ganzen eine Seite auf, die Onlinekosten.de erst gestern entdeckte: malvorlagen.de. Die Seite wendet sich in Aufmachung und Schreibe an die Kleinsten von uns, die Unvorsichtigsten und Schützenswertesten – an Kinder. Malvorlagen will sie den Kleinen zur Verfügung stellen, für Tiere, Comics und vieles mehr. Doch hinter jeder angeblichen Vorlage wartet stets der schwarze Mann – ein hundsgemeiner Dialer.
Nicht genug, dass dubiose Geschäftemacher ahnungslosen Erwachsenen im Internet ihre Abzock-Dienste anbieten. Auf malvorlagen.de wird gezielt mit der Naivität unserer Jüngsten Kasse gemacht – ein Vorgehen, das an Verwerflichkeit kaum zu überbieten ist. Vielleicht sollte sich Seitenbetreiber Walter T. noch einmal überlegen, was er da wirklich tut. Und mit ihm sein als Admin-C eingetragener Anwalt. Wer? Ganz klar: Bernhard Syndikus…
Quelle:
tagesspiegel.de