Schon einmal auf Kosten des Nachbarns im Internet gewesen? - Die Alternative zu DSL und UMTS könnte nach Ansicht von stadtnetz.com Wireless LAN heißen. Gemeint sind nicht teuere Hotspot-Netze von T-Mobile und Co, sondern 120.000 offene WLAN-Zugänge in Deutschland.
Die Rechnung ist einfach: In Deutschland gibt es mehr als vier Millionen DSL-Anschlüsse. Nach Schätzung von stadtnetz.com sind zehn Prozent davon bereits mit einem WLAN-Router versehen. Von diesen 400.000 WLAN-DSL-Zugängen sollen nach Wardriving-Statistiken gute 30 Prozent nicht gesichert sein. Das würde ein bundesweites Netz von über 120.000 offenen WLAN-Sendern bedeuten.
Die Warwalking-Szene
Besonders in den Großtädten habe sich schon eine namhafte Warwalking-Szene etabliert. Das Handwerkszeug sind WLAN-fähige PDAs. Ergänzt um eine WLAN-Scanner-Software schlägt der kleine Begleiter Alarm sobald WLAN empfangen wird, was in der Stadt faktisch an jeder Straßenecke der Fall sei.
Oft würden sogar ein Dutzend oder mehr WLAN Sender gleichzeitig empfangen. Ein kurzer Blick auf den PDA zeigt dann, welche Netze offen zugänglich und wo Internet verfügbar ist. Schnell die E-Mail synchronisiert, AvantGo Channels aktualisiert und der Warwalker geht weiter seines Weges. Kostenlos und breitbandig.
Wie sooft ist auch beim Warwalken "social engeneering" der erste Schritt zum Erfolg. Der Trick dabei ist ein Verständnis zu entwickeln, in welchen Gegenden man schnell offene WLAN Netze findet und in welchen die Chancen gleich Null sind. Hat man dafür erstmal ein Gespür entwickelt, findet man auch in ländlichen Gegegenden schnell einen offenen WLAN Zugang.