Den Menschen in Kuba wird der Zugang zum Internet verwehrt. Vom 24. Januar an werde der Internet-Zugang von Privatkunden streng kontrolliert, teilte die staatliche Telekommunikationsgesellschaft ETECSA mit. De facto wird es damit Kubanern, die ihre Telefonrechnung in der Landeswährung Peso bezahlen, fast unmöglich gemacht, das Internet zu benutzen.
Kommunikationsminister Ignacio González Planas hatte zum Jahreswechsel die Weisung ausgegeben, den Zugang zum Internet zu "regulieren" sowie der "betrügerischen und nicht genehmigten Nutzung dieser Dienste" Einhalt zu gebieten. Künftig werden in dem kommunistischen Karibikstaat nur noch diejenigen das Netz nutzen können, die dazu eine Genehmigung der "Organe der Zentralverwaltung des Staates" bekommen.
Das kubanische Telefonnetz kennt zwei Abrechnungsarten: eine für Privatleute und nationale Einrichtungen, die in kubanischen Peso bezahlen, die andere für Hotels, ausländische Firmen und im Land lebende Ausländer, die mit US-Dollar bezahlen.
Peter Giesecke
/ afp