Getestet, gekündigt, genervt - seltsam, was EOL unter Kundenbindung versteht. Wie Dauer-Werbung einen Ex-Kunden zur Weißglut treibt und inländische, als auch ausländische Verbraucherschutzinstanzen versagen - onlinekosten.de versucht zu helfen.
Zu DSL-via-Sat greift der, der kein T-DSL, SDSL oder eine wirkliche Breitband-Internet-Alternative erhalten kann. Die Firma EOL, mit Sitz in Luxemburg, gehört zu den "alten Hasen" im Satelliten-Internet-Geschäft. Früher agierte man als reiner On-Demand-Anbieter, bot seinen Kunden Streaming-Dienste an, die durch die Lüfte empfangen wurden.
EOL - Satellit machts möglich
Heute bietet man auch Dienste an, die das Surfen im Internet zulassen. Ab 9,90 Euro pro Monat kann E-DSL, so nennt EOL sein DSL-via-Sat-Produkt, bereitgestellt werden - Voraussetzung sind eine Satelliten-Schüssel und eine DVB-Karte. Anno 2000 offerierte EOL ein 3-Monats-Probeabo für seine Dienste - die Produkte konnten kostenfrei angetestet werden, ohne sich vertraglich an das Unternehmen binden zu müssen. Ein Webformular diente zur Anmeldung, Kündigung per Mail war ausdrücklich erlaubt.
Auch einer unserer Stamm-Besucher, nennen wir ihn Herr Leser, nahm dieses Probeabo in Anspruch. Als er plötzlich T-DSL zur Verfügung gestellt bekommen kann, ist E-DSL kein Thema mehr für ihn. Er steigt auf den Breitband-Anschluss der T-Com um, kehrt den Luxemburgern den Rücken und erfreut sich an seinen ungewohnt gleichbleibenden Datenraten. Dennoch schreibt er eine Kündigungs-Mail, um die Sache auch offiziell zu machen.