Die brandheiße Info muss schnell weitergegeben werden: Die Party ist nicht mehr im Keller der Winzerstraße, sondern am Rheinufer. Früher hätte man alle einzeln angerufen, was mit erheblichen Kosten und auch Mühen verbunden war. Wer sitzt jetzt in dem Polo? Hat jemand die Nummer? Ach, Mist.
Einmal drücken, viele erreichen
Inzwischen sorgt eine neue Technik dafür, dass derartige Navigationsprobleme einfacher von der Hand, also vom Handy gehen. Wehr- und Zivildienstleistende werden sich an das mächtig wichtige Funkgerät ihrer Vorgesetzten auf Großveranstaltungen erinnern. Das war einfach und effizient, ein Tastendruck und im Idealfall waren alle informiert.
Dank „Push-to-Talk“ geht das jetzt auch mit dem Handy. Was besonders Freunde größerer Party-Delegationen freuen dürfte. Denn die Funktion erlaubt die schnelle Kontaktaufnahme mit einem oder mehreren Handys. Und zwar ohne Klingeln und den damit verbundenen Schockeffekt über die Freisprecheinrichtung.
Frei-Sprech inklusive
Künftige Handys mit „Push-to-Talk“ sollen nämlich allesamt eine Freisprecheinrichtung mitbringen. So sind auch Hindernisse wie ein leise gestellter Klingelton kein Problem mehr, wenn es darum geht, größere Gruppen einheitlich umzuleiten. Der Handy-Nutzer kann sein Gerät chefmässig am Gürtel tragen und sich ganz locker leiten lassen. Auch das ein Fortschritt, das Handy am Ohr ist nämlich im Auto verboten.
Spätestens im Sommer 2004 ist es soweit. Siemens setzt nämlich bereits voll auf die neue Technologie und möchte bis dahin als erster Anbieter weltweit seine gesamte Mobilfunk-Produktpalette entsprechend ausgestattet haben. Die ersten Praxistests laufen bereits und die Ergebnisse sollen sich möglichst bald in kaufbaren Produkten niederschlagen.