Betrugs-Account zum Selberbasteln – in nur 15 Minuten. Ein Software-Fehler? – Mitnichten! Onlinekosten.de zeigt, wie einfach potentielle Betrüger bei eBay gefälschte Accounts eröffnen können. Indem sie zwei Dinge frech ausnutzen: Die so hoch gelobte Schufa-Prüfung, die im Auktionshaus eigentlich für Sicherheit sorgen sollte. Und die bornierte Sorglosigkeit anderer im Umgang mit ihren eigenen Daten im Netz.
Ein Computer – irgendwo in Deutschland. Zwei Menschen davor, nicht sonderlich beleckt im Umgang mit dem Internet; keine Hacker, keine Cracker – zwei ganz normale Durchschnitts-User. Wir wollen rein ins System, rein bei eBay. Aber bitte incognito, mit falschen Daten.
Schlüssel zu eBay: Die Schufa-Abfrage
Wir wissen: eBay nutzt seit längerem die Schufa-Abfrage. Die prüft bei Neu-Anmeldungen, ob Adressdaten mit Namen und Geburtsdaten übereinstimmen. Ist alles korrekt, gibt’s den Freischalt-Code per Mail und drin ist man. Per Post fragt eBay nur noch die User ab, die die Schufa-Prüfung nicht bestehen – der Vereinfachung eine Gasse. Hoch gelobt hat das Tool noch heute die eBay-Pressestelle. „Die einzigen“ seien sie, „die das in Deutschland nutzen“. Am Ende werden wir wissen, warum das wohl auch so bleibt…
Spielen wir also Hobby-Betrüger...
Ganz klar: Der ein oder andere Fake-Account wäre da sicherlich arbeitserleichternd. Was wir brauchen? – Korrekte Schufa-Daten, was sonst! Aber ganz gewiss nicht unsere. Woher nehmen den Kram? – Natürlich: aus dem Netz. Wir googeln, geben “Geburtstag“ und „Adresse“ im Toolbar ein. Pling! – Gleich auf Platz drei der erste Treffer: Die Teilnehmer einer Sommerfreizeit waren so nett, sich virtuell zu verewigen. Man hat Namen, Adressen und sogar Geburtstage im Netz hinterlassen. Man denkt aneinander, man bleibt in Verbindung. Schön fürs Kontaktepflegen – und schön für uns, denn damit haben wir alles, was wir brauchen…