Verbotsschilder sinnlos?
Sowohl die Handy-Hersteller als auch die Mineralölkonzerne weisen gerne auf solche Studien hin und erklären Handys für grundsätzlich harmlos. Schulte-Bornemann bestätigt das: „Uns ist kein Fall von einer durch ein Handy verursachten Zündung an einer Tankstelle bekannt.“ Aber dann wären doch auch die Aufkleber sinnlos.
Der wahre Gefahrenfaktor ist weniger beim Handy, als vielmehr bei der Elektrostatischen Aufladung zu suchen. Diese natürliche Aufladung kommt bei jedem Menschen vor und ist erst gefährlich, wenn man sich erdet. Dabei gibt es einen kleinen Funkenschlag, den die meisten als einen „Pitsch“ kennen dürften. Genau der reicht aber im Zweifelsfall aus, um eine Tankstelle in ein flammendes Inferno zu verwandeln.
Definitv kein Elektrosmog-Problem
Der ominöse Elektrosmog hingegen ist definitiv nicht der Verursacher von Bränden an Tankstellen. Handys erreichen nicht die für die Gasentzündung nötige Sendeleistung. Sowohl die natürlichen Quellen wie Weltraum, Sonne und Erde, als auch technische Quellen wie Radiostationen, Funkgeräte, Strommasten und Mikrowellen erzeugen ein weit stärkeres EMF als die kleinen Mobiltelefone.
Wären diese Felder maßgeblich an der Entzündung von Benzindämpfen beteiligt, müssten Tankstellen elektromagnetisch abgeschirmt sein. Damit sind die Geschichten um Handysmog als Benzinzünder ins Reich der Legenden zu verdammen. Dennoch sollte weder das Handy, noch sonst ein elektronisches Gerät in unmittelbarer Nähe von Zapfsäulen genutzt werden. Denn das kann nämlich, im wahrsten Sinne des Wortes, brenzlig werden.