Da freut sich Otto Normal: Sein WAP-Handy spricht jetzt auch ICQ. Das ist insofern wichtig, weil ICQ, anders als IRC, Offline-Messages unterstützt. Das bedeutet im Klartext, dass der Service als günstiger SMS-Ersatz genutzt werden kann. Hat man eine WAP-Flat, kostet er sogar nichts. Aber das war ja schon bei wapIRC so. Ansonsten fallen nur die Datengebühren an.
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Otto hat eine Neue
Für Otto Normal ist wapICQ allerdings die günstigere Variante. Jetzt kann er seiner Bea nämlich wie bei SMS Nachrichten zukommen lassen, ohne dass beide online sind. Bea erhält die Message, sobald sie das nächste Mal ihr ICQ aufruft, egal ob auf Handy oder PC. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch sinnvoll, gibt es Otto doch die Verzögerung, die verhindert, dass Bea Wind von seiner neuen Freundin Silke bekommt.
Die Silke hat der Otto im Park beim Chatten mit Bea kennengelernt. Silke war mit ihrem Dackel unterwegs, als Otto, völlig verträumt auf das Display seines alten WAP-Handys starrend, über ihre hechelnde Teewurst stolperte. Es war Liebe auf den ersten Blick. Reale Frauen mit Hund sind nun mal interessanter als Online-Ehen.
Aber Bea soll es nicht erfahren
Otto allerdings ist vorsichtig, er kennt die Frauen und setzt deswegen nicht alles auf eine Karte. Silke könnte ein Fehlgriff sein, daher will er sich Bea vorerst warm halten. Die Buddy-Liste von ICQ kommt ihm dabei natürlich gerade recht. So kann er zum Beispiel Bea mal kurz auf „Ignore“ und sich selbst auf „Invisible“ setzen, um mit Silke zu flirten, während Bea glaubt, er wäre offline, weil er, Otto halt, ein Schläfchen hält.
Technisch ist wapICQ identisch mit wapIRC. Über ein Gateway wird der ICQ-Text vom ICQ-Netzwerk an den Wap-Browser übergeben und umgekehrt. Ein separates Programm und damit ein besonders leistungsfähiges Handy ist nicht nötig, denn wapICQ funktioniert genau wie seine IRC-Brüderchen ausschließlich über den Browser.
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