Entsprechend ist der Markt momentan stark fragmentiert, und eine große Anzahl von Anbietern versucht, sich jeweils eine möglichst starke Position zu sichern. Viele Player halten bereits einen kurzfristigen Erfolg für attraktiv, da sich schon jetzt gezeigt hat, dass sich im Europamarkt für WLAN-Hotspots selbst bei geringen Investitionen hohe Umsätze erzielen lassen.
Geschäftskunden mit Laptop im Visier
Voraussetzung ist laut Studie allerdings die Wahl eines geeigneten Geschäftsmodells. So hat der nur mäßige Erfolg von kommerziellen Diensten in Nordamerika deutlich gezeigt, dass der richtige Mix aus Kundensegmentierung, geographischer Positionierung, Preisen und Serviceangeboten eine entscheidende Rolle spielt.
Wichtigster Zielmarkt für die WLAN-Industrie ist momentan der Unternehmenssektor mit seiner hohen Penetrationsrate bei Notebook-PCs und seiner steigenden Nachfrage nach flexiblem Zugang zu Netzwerkdiensten. Am schnellsten verbreiten sich WLAN-Dienste derzeit in Skandinavien, angeführt von SoneraTelia. Andere wichtige Pioniere im europäischen WLAN-Markt sind BT Openzone, T-Mobile und Swisscom.
Eine der wichtigsten Aufgaben für Hotspot-Betreiber wird künftig in der Aufrechterhaltung eines angemessenen Service-Niveaus bestehen, so schließt die Analyse. Wo Hotspot-Dienste kostenfrei angeboten werden, kann der Anwender keine besondere Zuverlässigkeit erwarten. Zahlt der Endnutzer allerdings für einen Dienst, will er ihn auch für die gesamte Dauer in Anspruch nehmen können.
Peter Giesecke