Kost’ nix, kann nix. Motorolas Klapphandy V150 ist vor allen Dingen billig. Aber Geiz ist ja bekanntlich geil und das V150 mit 169 Euro ohne Vertragsabschluss auch überaus günstig. So gesehen also ein vollwertiges Gerät ohne Simlock zum Preis eines Prepaid-Handys.
Als designierter Nachfolger des Ladenhüters V50 soll das V150 ab Ende November das Herz der Mobilfunker erobern. Allerdings geht diese Eroberung bestenfalls über den Preis vonstatten. Ansonsten hat das Gerät nämlich neben den Grundfunktionen nicht viel zu bieten. Allerdings wäre ein Handy ohne GPRS-, oder, noch schlimmer: SMS-Funktion in keinster Weise konkurrenzfähig.
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Für technische Minimalisten
Das Display ist zwar farbig, mit 4096 Farben aber nicht auf der Höhe der Zeit. Eine Digitalkamera sucht man vergebens. Auch musikalisch gibt es kaum nennenswertes: Das V150 klingelt mit 16 Stimmen polyphon, Klingeltöne können selbst komponiert werden. Wenigstens ist ein Radio im Headset integriert.
Für die mobile Unterhaltung sorgen drei fest installierte Spiele. Optisch lässt sich das Display mit Bildern und Bildschirmschonern aufrüsten. Diese können von Motorolas Website geladen werden. Diese kann man sich dann 300 Stunden lang im Standby-Modus betrachten. Für ein ausgiebiges Telefonat ist auch Zeit: Der Akku soll über viereinhalb Stunden Geprächszeit bieten.
Geiz ist nicht unbedingt geil. Motorola geizt mit den Features, der Kunde mit dem Geld und am Ende kommt ein V150 raus. Das Gerät fährt eindeutig die günstige Schiene und ist prädestiniert als Ersatzhandy. Ähnliche und zum Teil bessere Geräte wie das M55 von Siemens werden bereits deutlich günstiger in Prepaid-Paketen angeboten. Dort hemmt dann aber der Simlock die Freude.
Inzwischen ist das Angebot an günstigen Mobilfunk-Tarifen sehr unübersichtlich.
Neben Billigmarken der großen Provider wie Simyo oder Fonic gibt es zahlreiche unbekanntere Discounter mit günstigen Preisen.
Eine Übersicht bietet unser Prepaid-Vergleich.