Kostenfalle Handy-Chat. Eplus hat einen neuen Weg gefunden, kommunikationsfreudigen Zeitgenossen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Zwar ist die Idee, auf dem Handy zu chatten, nicht neu, aber die wahre Innovation bestände aus einer kostenlosen oder zumindest –günstigen Always-On-Variante, vielleicht per Datenflatrate.
Chat auf SMS-Basis
Eplus hingegen baut bei seinem „HeyDoo!“-Chat wieder auf die althergebrachte Methode der Übertragung per SMS. Bei dem Chat handelt es sich also um einen stinknormalen SMS-Kontakt, der entsprechende Kosten verursacht. Die einzige Innovation ist die Möglichkeit, ähnlich wie bei ICQ oder AIM, seinen Chatpartner nach gewissen Kriterien zu filtern.
Wer neue Leute kennen lernen will, wählt im Eplus-Netz die Rufnummer 1515 und kann dort ein Kurzprofil erstellen. Die Angabe eines bevorzugten Forums kann bei der Kontaktsuche hilfreich sein. Zur Auswahl stehen, neben den nichtssagenden Foren „Underground“ oder „Eplus-Lounge“ eindeutigere Treffpunkte zur Verfügung: „Gay & Lesbian“ für die Freunde homosexueller Erotik oder „Oriental“ für Leute, die gerne mit dem fliegenden Teppich unterwegs sind.
Teurer Spass
Hat man sein Profil erstellt, wird’s auch schon teuer. Eine SMS mit dem Nickname muss an den Dienst geschickt werden, um überhaupt einen Zugang zu erhalten. Von nun an kann der Nutzer von jedem angeschrieben werden, der sich, auch per SMS, die Liste ansieht. Wenigstens sind kommende Nachrichten, also SMS, kostenlos. Aber das ist ja nichts Besonderes.