Mittwoch, 12.11.2003 14:15

Eplus: James Bond im Teletubbieland

aus dem Bereich ISDN/Analog
Eplus verbindet, was nicht zusammengehört: Das männlich-herbe Handy vom Typ Nokia 6220 soll als Surfbrett für den Quietchi-Bunti-Datendienst i-mode dienen. Offensichtlich möchte Eplus seine persönliche Form des mobilen Internets von dem ihm penetrant anhaftenden Klischee des Kinderspielzeugs befreien.

Das Nokia 6220 ist ein klassisches Business-Handy mit einigen Spielereien. Trotz des stilvollen und neutralen Designs verfügt es über eine VGA-Kamera. Damit ist es möglich, Videos und Fotos zu erstellen und via MMS oder E-Mail zu verschicken. Als echtes Business-Handy verfügt es aber auch über Triband-Fähigkeiten. Ansonsten handelt es sich aber um Standardkost.

Eplus bietet zwei Tarifoptionen bei Abschluss eines neuen Mobilfunkvertrages mit i-mode: Entweder, der Kunde nimmt eine Pseudo-Flatrate für 5 Euro in Anspruch, die ein Datenvolumen von 500Kilobyte abdeckt. Dann erhält er das 6220 für rund 80 Euro. Oder er benutzt den für Wenigsurfer attraktiveren By-Call-Tarif, bei dem sich der Preis pro KB allerdings verdoppelt. Das Handy schlägt dann mit 150 Euro zubuche.

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Unnatürliche Verbindung

Es grenzt schon fast an Blasphemie, ein Handy wie das 6220 als i-mode-Gerät zu verkaufen. Beim Gedanken an i-mode zwingt sich automatisch das Bild von Pokemon und albern lachenden Manga-Figuren auf. Beim 6220 hingegen denkt man an James Bond, Rasierwasser und Sportwagen.

Es ist eher unwahrscheinlich, dass James Bond seinen Maserati ins Teletubbieland steuert, wenn es sich nicht unbedingt vermeiden lässt. Zu groß die Gefahr, beim Streicheln eines Pokemons erwischt zu werden und das eigene Bild nachhaltig zu schädigen. Übrigens steht der Nachfolger des 6220, das Nokia 6230, bereits in den Startlöchern.

Christian Rentrop
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