... trotz Gewinneinbußen?
Optimistisch auch die Prognose für den Gewinn vor den Steuern: Der ist nämlich bereits im vergangenen Jahr um 3 Prozent gefallen. Für das kommende Jahr strebt Eplus ähnliche Zahlen an, ob diese trotz der Umsatzsteigerung von rund fünf Prozent realistisch sind, wird sich zeigen. Der Nettogewinn jedenfalls befindet sich auf dem absteigenden Ast.
Durchschnittlich verdient Eplus an jedem Privatkunden rund 25 Euro pro Monat. Im Businessbereich hält Eplus den Marktanteil von 11 Prozent. Wenig für eine „starke Nummer drei auf dem deutschen Markt“. Der hohe Anteil an Prepaid-Kunden von 53 Prozent kommt erschwerend hinzu. Ähnlich wie Zeitschriften nur mit Abonnenten kalkulieren können, sind für Mobilfunkanbieter die Prepaid-Kunden keine feste Größe.
Rettung im Weihnachtsgeschäft
Eplus möchte natürlich weiterhin expandieren und dabei die Gewinnmargen vergrößern. Keine leichte Aufgabe bei einem sinkenden Reingewinn. Die Konkurrenz steht bereits für das kommende Weihnachtsgeschäft mit besonderen Angeboten und Aktionen in den Startlöchern. Eplus kann, eine alte marktwirtschaftliche Regel, nur durch Senkung der Preise oder Verbesserung der Leistungen gewinnen. Das allerdings ist mit einer Steigerung des Gewinnes erstmal nicht vereinbar.
Christian Rentrop