Legale Musikdownloads setzen sich durch, wenn man in die USA blickt: einem Report des Billboard Magazins zufolge wurden in den USA seit Ende Juni 7,7 Millionen Musikstücke gekauft und runtergeladen. Im Gegensatz dazu wurden im selben Zeitraum lediglich vier Millionen CDs verkauft.
Legale Downloads: Europäer außen vor
Während in den USA Dienste wie Apples Music Store, Napster oder Musicmatch reißenden Absatz finden, bleiben derzeit europäische Musikfreunde lieber im illegalen Sumpf. In Tauschbörsen wie eDonkey oder Kazaa werden Musikstücke illegal beschafft, während in den USA sich Anwender dieser Dienste
aufgrund zunehmender rechtlichen Schritte umorientieren. Dabei existieren legale Dienste auch hierzulande, werden aber kaum genutzt.
Der britische Dienst OD2, der in Europa den größten Musikdienst seiner Art darstellt, beliefert Betreiber großer Internetseiten wie hierzulande z.B. Karstadt. Dennoch liegt der Dienst von der Popularität und auch von den verkauften Titeln weit abgeschlagen hinter der Konkurrenz aus Übersee. "Es ist für uns, Händler und Plattenfirmen frustrierend, dass es an Bewusstsein für das hier Vorhandene mangelt", so Paul Smith, Marketing Manager für OD2 zu der BBC.
Kommentar: europäische Dienste sind nicht für die Massen reif
Während Apple über eine Einführung seines Dienstes in Europa nachdenkt, kann der hiesige Konkurrent OD2 anscheinend nicht überzeugen. Es mangelt an einer bedienbaren Software, wie sie die Massen anzieht: Apples iTunes kann mit einer umfangreichen Musikverwaltung und ausgefeilter Integration des Shops Anwender zur täglichen Benutzung anregen - und damit früher oder später auch zum legalen Kauf von Musik.