Die Abfrage über das Internet erfolgt allerdings jetzt schon bis auf die Straße genau. Auf Wunsch kann sich der besorgte Elternteil auch eine Umgebungskarte mit der genauen Position des Kindes, oder, um genauer zu sein: Seines Handys anzeigen lassen. Die Technik hat nämlich genau da ihre Grenzen, wo der kindliche Eifer einsetzt: Sobald das Handy vom Kind getrennt ist, war’s das mit der Ortung. Soviel zum Sicherheitsaspekt.
Mamas Neugier einfach abschalten
Gedacht ist der Dienst laut Anbieter für Kinder im Alter von fünf bis 17 Jahren. Allerdings müsste man einem Teenager das Gerät schon implantieren, um die Überwachung zu gewährleisten. Denn einerseits dürfte ein älteres Kind spätestens bei der ersten Moralpredigt herausfinden, dass es via Handy geortet werden kann. Und andererseits haben alle Handys einen entschiedenen Nachteil für das System: Sie lassen sich ausschalten.
Abgerechnet wird über sogenannte „Credits“. Ein Credit hat einen Wert von 50 Cent. Eltern haben die Wahl zwischen zwei Paketen: Entweder mit fester Vertragsbindung über ein Jahr, dann gibt es für 36 Euro im Monat, 20 Peilungen inklusive. Oder sie entscheiden sich für das „By Call“-Paket, wo allerdings eine Ortung das Doppelte kostet. Bis zum 30.11.2003 entfällt im Rahmen einer Sonderaktion die Einrichtungsgebühr von 9,90 oder 19,90 Euro.
Placebo für nervöse Eltern
Das Konzept von „Track your kid“ ist leider nicht zu Ende gedacht. Zwar haben inzwischen viele Kinder ein eigenes Gerät, aber selbst, wenn es vor allem bei Jugendlichen oft so scheint: Mit dem Handy verwachsen sind sie nicht. So gesehen ist „Track your kid“ also nichts als ein teures Placebo für nervöse oder misstrauische Eltern.