Mit per Handy verschickten SMS-Nachrichten hat ein Japaner einen Auftragskiller auf seine Frau angesetzt. Als der 34-Jährige in einem Internet-Forum für Mobilfunknutzer eine Anfrage nach einer gut bezahlten Verdienstmöglichkeit las, bot er dem Absender an, ein "weibliches Ziel" zu töten, wie die Polizei mitteilte. Als Gegenleistung sollte der Mann 30 Millionen Yen (234.000 Euro) erhalten.
Der nach schnellem Geld Ausschau haltende Zeitungsausträger ging auf das Angebot ein. Per SMS erfuhr er den Standort einer Tasche, in der die Adresse und das Bild des Opfers versteckt waren - die Ehefrau des Auftraggebers.
Der Mordplan scheiterte im letzten Moment. Der Polizei zufolge konnte die Frau zu Nachbarn fliehen, als der Auftragskiller ihr in ihrem Haus auflauerte. Er wurde anschließend von der Polizei gefasst. Das Motiv ihres Ehemannes könnten nach Angaben der Ermittler Geldsorgen gewesen sein. Den von Schulden geplagten Urheber des tödlichen Plans lockte möglicherweise die Lebensversicherung seiner Frau im Wert von 100 Millionen Yen.
Peter Giesecke
/ afp