Wichtige Funktionen, die zuvor in einzelnen Programmen zu finden waren, wurden sinnvoll zusammengelegt, was die Übersichtlichkeit verbessert. Hinzugekommen ist auch „Exposé“, eine Funktion, die das schnelle Umschalten von aktiven Programmen erlaubt. Solcherlei sinniges Detail vermisste man bisher, was das Arbeiten unnötig verlangsamte.
Schneller Benutzerwechsel
Mac OS X.3 erlaubt nun auch das schnelle Wechseln der Benutzer wie in Windows XP. Der Vorgang selbst ist wunderschön animiert mit einem rotierenden Kasten, auf dessen Seiten die Desktops der verschiedenen Benutzer zu sehen sind. Diese und andere optische Spielereien laufen wie gehabt mit „Quartz Extreme“, was die Prozessorlast in Grenzen hält.
Sicherheitstechnisch hat Panther ebenfalls dazugelernt. Benutzerordner lassen sich nun via File-Vault verschlüsseln. Dahinter steckt ein Disk-Image, das mit einem 128-Bit-Schlüssel verschlüsselt wird. Dateien werden in Echtzeit ver- und entschlüsselt, was aber nach ersten Berichten in Mac-Newsgroups stark auf Kosten der Geschwindigkeit geht.
Insgesamt hat Apple mit dem dritten großen Update von OS X gute Arbeit geleistet. Wie immer erschließt sich das Bedienkonzept auch Computer-Neulingen recht schnell. Größere Macken wurden bisher noch nicht ausgemacht, trotzdem feilt Apple bereits an der Version X.3.1. Dort gibt es dann die Verbesserungen, die nicht mehr in den Zeitplan passten.
Christian Rentrop