Wie das chinesische Ministerium für öffentliche Sicherheit am Montag bekanntgab, seien 85 Prozent aller Computer im Reich der Mitte mit Viren infiziert, so die chinesische Tageszeitung "People's Daily". Die Quote der infizierten Rechner stieg im Vergleich mit Zahlen des Vorjahres um 1,59 Prozent; verglichen mit 2001 sogar um rund 26 Prozent. Computerviren seien noch immer die größte Bedrohung der Sicherheit im chinesischen Informationsnetzwerk - denn Antivirenprogramme sind die Ausnahme.
Schlechte Sicherungsmaßnahmen erhöhen das Risiko schnell
Laut der Studie seien das Besuchen von Internetseiten, der Download von Dateien aus dem Internet und das Öffnen von E-Mail-Attachements die Hauptursache für die Verbreitung von Viren. Der Meinung von Experten zufolge sei neben schlechten Vorbeugungsmaßnahmen auch ein mangelndes Sicherheitsbewusstsein die Gründe für die Virenbefälle. Bereits 63 Prozent der Computerbenutzer haben durch diese Virenbefälle Verluste erlitten.
Bereits im August verkündete eine Sprecherin des Softwareproduzenten Beijing Rising Technology, dass der Computerwurm "Sobig.F" bis zu 30 Prozent der 68 Millionen Internetbenutzer erreichte und deren Computer
infizierte - Antivirenprogamme seien die Ausnahme. Viele über das Internet verbreitete Viren arbeiten nach demselben Muster: einmal direkt über Internetseiten installiert, haben sie die komplette Kontrolle über den Computer und richten nicht selten größere Schäden an.
Matthias-Emanuel Thömmes