Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid hält nun endgültig keinen Anteil mehr an der Telefonfirma: Die rund 4,2 Millionen Aktien aus dem Treuhandpaket sind verkauft, wie mobilcom am Donnerstag in Büdelsdorf mitteilte. Der Verkauf habe dem Unternehmen rund 44 Millionen Euro in die Kassen gespült.
Schmid und die Millennium GmbH seiner Ehefrau hatten sich vertraglich verpflichtet, ihren Aktienanteil von 42,42 Prozent von Treuhänder Helmut Thoma verwalten und gegebenenfalls verkaufen zu lassen. Mit einem Teil des Erlöses habe Schmid, der im Februar persönliche Insolvenz angemeldet hatte, seine Schulden bei den Banken begleichen müssen. Der Restbetrag sei an mobilcom gegangen.
Dass mobilcom den Verkaufserlös erhält, war vereinbart worden, da Schmid unrechtmäßig Zahlungen an die Firma seiner Ehefrau geleistet haben soll, damit diese mobilcom-Aktien kaufen konnte. Damit habe er das Vermögen seiner Firma geschmälert, werfen ihm die Ermittler der Staatsanwaltschaft Kiel vor. Seit Ende August läuft eine Anklage vor dem Landgericht Kiel wegen Untreue gegen Schmid.
Peter Giesecke
/ afp