<b>Update Handyplus.de & Schnaeppchen-ecke.de offline - Seite 5</b>
Gelockt, gezockt und abgesetzt - Wild West in Wildeshausen. Wie ein dubioser Geschäftsmann rund 80 Kunden um 25.000 Euro brachte, die deutschen Mobilfunkbetreiber durch den Kakao zog, die alte Firma flugs verkaufte – und an fast gleicher Stelle so weitermacht wie zuvor. Eine Geschichte, wie sie wohl nur das Online-Business schreiben kann…
Geschäftsidee mit Folgen...
Irgendwann muss dem jungen Marc S. „die Geschäftsidee“ gekommen sein: Mobilfunkverträge übers Internet verticken, mitsamt Handy – aber dafür völlig ohne Grundgebühr. Ein so attraktives wie gefährliches Modell. Hat es doch schon weitaus größere Firmen wie etwa Faircom üble Schwierigkeiten gemacht. Unwissen oder blinder Aktionismus? – Wir wissen es nicht.
Jedenfalls gründet Familienvater S. wenig später die handyplus Vertriebsgesellschaft mbH, eröffnet sein Ladenlokal in der Wildeshausener Huntestraße 29 und sichert sich die Domain
handyplus.de. Marc S. beginnt den Onlineverkauf. Und damit eine Odyssee für 80 Internet-User...
"Glückwunsch, Sie haben GEWONNEN..."
Einer von ihnen ist Sven Hofacker. Im Juli 2002 hat er ein handyplus-Angebot in seinem virtuellen Briefkasten: „Herzlichen Glückwunsch – Sie haben GEWONNEN! Ein kostenloses O-Two Genion Duo Karten-Set […] OHNE Anschlusspreis, Grundgebühren und Mindestnutzung gehören Ihnen. Sie erhalten eine Erstattung über […] sämtliche berechnete Grundgebühren während der Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten. Mit besten Grüßen: Ihr Handyplus-Team.“ Hofacker füllt die Verträge aus und schickt sie ab, wenig später kommt das Handy. Alles paletti? – Mitnichten, denn jetzt fängt der Ärger erst an…