Es reicht: Ich habe die Schnauze gestrichen, aber so was von voll! Ich leide nicht an zu kleinem Genital, mein Haarausfall hält sich noch in Grenzen und für „willige Hausfrauen“ bin ich auch noch nicht alt genug. Ich will nicht in drei Monaten Millionär, durch Wunderelixiere unwiderstehlich und mittels japanischer Pflanzendrops zum Potenz-Protz 2003 werden. Kurz gesagt: Ich bin eigentlich relativ glücklich.
Wenn ihr Penner nicht wärt. Ihr Parasiten des Internets, Ihr Blutsauger an meinem E-Mail-Zugang, Ihr Plagegeister und Nervensägen. Kurz: Ihr Spammer! Denn schlichtweg gesagt: Inzwischen kostet Ihr mich den letzten Nerv. Was sich bislang noch in Grenzen hielt, wird unerträglich. Trotz Abmahnungen und Verknastung in den USA treibt Ihr's immer doller. Tag für Tag bekomme ich mehr von Euren sinnlosen Botschaften, allesamt Ergüsse, die eher den Verdauungsorganen zuzuordnen sind als einem denkenden Hirn.
„Blödmann, leider arbeitsfaul“...
Im Ernst: Was ist los bei Euch? Verabredung zum Massen-Spamming? Zu viel Langeweile? Ein bißchen Spamming ist ja noch erträglich; und tut auch keinem weh. Doch jetzt müllt ihr mich tagtäglich zu, en masse. 80 Mails darf ich nach Feierabend löschen - für nichts. Geht Kicker spielen, schnorrt in meiner Fußgängerzone. Schreibt Euch kleine Schildchen mit „Bitte um kleine Spende“ wie alle anderen auch.
Nur ergänzt die Dinger bitte noch mit „Blödmann, leider arbeitsfaul“ – das träfe es besser. Die Otto-Normal-Penner tragen beim Betteln wenigstens ihre Ehre zu Markte. Oh, ich vergaß: Ehre und Anstand sind ja Worte, die Ihr irgendwann aus dem aktiven Wortschatz gestrichen habt.