Ein erstes Ergebnis dieser Netzoptimierung: Das Routing zu den bekanntesten Gameservern ist derart verbessert worden, dass viele Online-Gamer zu AOL wechseln - so der Provider. Aber auch die neue Software 8.0 reizt zwei Netzoptimierungen aus: Nach Messungen im AOL-Labor ist der PPPoE-Treiber im AOL-Client schneller als die XP-eigene Version.
Generalstabsmäßig umgesetzt
Als großer Trumpf wird aber AOL SixPipes ausgespielt. Mit dieser neuen Technologie werden zeitgleich sechs Datenpakete auf die Reise geschickt, während andere Provider dies mit gerade einmal vier Paketen tun. Diese sechs Verbindungen zum Rechner werden auch permanent offen gehalten und nicht dynamisch auf- und wieder abgebaut.
Ob AOL damit wirklich den Stich macht, wird letztlich die Praxis zeigen. Gemessen an den Top Ten der IVW-gelisteten Websites, möchte AOL aber einen Geschwindigkeitvorteil von bis zu 20 Prozent gegenüber der Konkurrenz herausspielen - und das gilt für alle Provider, die wie AOL auf T-DSL aufsetzen.
Optimierung hin oder her, AOL hat viel aufzuholen: Zu lange hat man auf ein proprietäres System gesetzt, das nicht einmal die Einwahl über das DFÜ-Netzwerk zuließ, dafür aber gerne abstürzte und eine Menge Datenmüll auf der Festplatte hinterließ - sofern man sich genervt dazu entschloss, die Software wieder zu deinstallieren.