Nach AOL nun auch T-Online: Neben dem normalen Internetzugang via Telefonleitung kann man sich jetzt auch über WLAN-Hotspots ins Internet einwählen. Doch was bei AOL für deren Kunden kostenlos ist, berechnet T-Online mit happigen 16 Cent pro Minute.
T-Online wird keine eigene WLAN-Infrastruktur aufbauen, sondern setzt auf Partner. Die erste Kooperation wurde mit MainSurf geschlossen, einem WLAN-Anbieter im Rhein-Main-Gebiet. Zum Ende des Jahres sollen es 200 Hotspots sein, über die man sich bei T-Online einwählen kann.
Die Einwahl erfolgt per E-Mail-Adresse und Passwort direkt über den Browser. Der Kauf eines Vouchers, Anmeldung oder die Installation einer speziellen Software sind nicht notwendig. Eine Liste der Hotspots gibt es unter www.wlan.t-online.de.
Kommentar
WLAN ist hip, ein brauchbares Angebot hat T-Online dennoch nicht auf die Beine gestellt. 16 Ct/min sind einfach zu viel, um stundenlang im Café zu sitzen und im Internet zu surfen. Wer allerdings nur kurz seine E-Mails abrufen möchte, könnte auch sein Handy mit dem Laptop koppeln, preislich tut sich das nicht viel.
Apropos T-Mobile. Die T-Online-Schwester ist schon seit einiger Zeit dabei, ein eigenes WLAN-Netz aufzubauen. T-Online spricht in seiner Pressemitteilung deshalb auch - etwas kryptisch formuliert - von "Synergien aus der Zusammenarbeit mit anderen Divisionen der Deutschen Telekom". T-Mobile baut am eigenen Netz, T-Online ist für die Kooperationen zuständig. Spannend, wie daraus ein einheitliches T-WLAN-Netz gestrickt werden soll.
Das Konzept von AOL überzeugt dagegen. Der Ex von Boris Becker betreibt eigene WLAN-Hotspots, deren Nutzung für AOL-Flatrate-Kunden kostenlos ist. Allerdings befinden sich die AOL-Internet-Stations nur in wenig mehr als 150 Szenekneipen.