Das mit dem Internet Explorer ausgelieferte E-Mail-Programm "Outlook Express" wird in der bisherigen Form nicht mehr von Microsoft weiterentwickelt. Neue Versionen werden ausschließlich neueren Windows-Versionen wie dem 2005 erscheinenden "Longhorn" beiliegen - Benutzer früherer Versionen werden diese nicht nutzen können. Stattdessen will Microsoft seinen MSN- und Hotmail-Service weiter ausbauen.
Microsofts Alternative: Web-Dienst Hotmail
Outlook Express ist das wahrscheinlich verbreiteste E-Mail-Programm weltweit, erfuhr jedoch in den letzten Jahren kaum noch Erweiterungen. Outlook Express 6, das dem Internet Explorer 6 beilag, schien gar nur eine neue Nummer erhalten zu haben. Dan Leach, Lead Product Manager, meint im Interview mit ZDNet: "Die Technik verschwindet nicht, jedoch wird daran nicht mehr gearbeitet. [Outlook Express zeigt] frühe Schritte von Consumer E-Mail, unserer Aufwand für Consumer fixiert sich nun um Hotmail und MSN herum."
Wer Hotmail und MSN nicht verwenden will, muss auf ein anderes Programm umsteigen. Die Gründe gegen Hotmail sind lang genug: Nicht jeder möchte über eine Internetseite seine E-Mails schreiben und sämtliche Vorteile, die ein lokales Programm bringt, über Bord schmeißen: Backups, selbstständige Auswahl des Providers und die freie Wahl des Programmes würde man mit einem Umstieg auf einen Web-Dienst wie Hotmail verlieren - ganz von der sehr geringen Speichergröße von 2 MB abgesehen.
Fazit: Ein Schlag ins Gesicht
Mit der
Einstellung von erfolgreichen Applikationen wie Internet Explorer und Outlook Express entzieht sich Microsoft der Verantwortung, für die Anwender auch in Zukunft moderne Software zu entwickeln. Seit Jahren werden nur noch die vielen entdeckten und unentdeckten Sicherheitslücken gestopft, dem Anwender halbgare Lösungen wie Hotmail oder den (kostenträchtigen) Umstieg auf künftige Windows-Versionen empfohlen.
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Update
Outlook Express wird laut einer neuen Erklärung von Microsoft nicht eingestellt. Ein interner Kommunikationsfehler ist dafür verantwortlich, dass die Pressestelle einen Entwicklungsstopp zunächst bestätigte. Ohne Kratzer kommt Microsoft allerdings nicht davon, denn viele Outlook Express-Nutzer sollen sich bei dem Konzern beschwert haben - ein kleiner Imageschaden.