Mit BitTorrent wurde eine neue Downloadplattform auf P2P-Basis geschaffen, die derzeit ihren hohen Downloadraten viele Benutzer anzieht. Das Protokoll ist nicht vollkommen dezentral, es trennt zwischen Clients und Servern - wobei jeder einen Server ("Tracker") einrichten kann. BitTorrent hat keinen zentralen Server, stattdessen finden sich Benutzer über einen so genannten Tracker zum Download einer Datei zusammen und laden dabei untereinander hoch.
Technik ermöglicht schnellere Downloads als von anderen Netzen gewohnt
Diese Technik hat gegenüber bislang bekannten P2P-Netzen einen Vorteil: Lange Warteschlangen existieren nicht, weil immer nur das hochgeladen wird, was auch derzeit runtergeladen wird. Das macht die Downloads schneller, verringert aber auch gleichzeitig die Überlebensdauer der angebotenen Dateien: Umso weniger Leute eine Datei komplett besitzen und hochladen, desto höher ist die Gefahr, dass der Download nicht mehr möglich ist. Daher ist es auch sinnvoll, nach dem Download einer Datei weiterhin hochzuladen. Begehrte Dateien sind allerdings immer gut verfügbar. So veröffentlicht der Entwickler über die BitTorrent-Seite RedHat 9 im Iso-Format - der Download ist in der Regel sehr schnell.
Benutzer von BitTorrent können über einen Client ihre Downloads und Uploads ausführen. Dieser ist für Linux, Windows und MacOS X verfügbar . Da es weder einen zentralen Index aller Dateien, noch eine Suchfunktion gibt, müssen Seiten mit so genannten Torrents aufgesucht werden. Dort gibt es Dateien mit dem MIME-Typ "application/x-bittorrent" und der Dateiendung .torrent zum Download. Sie enthalten Informationen über die Datei sowie einen Tracker, der den Download koordiniert. Die .torrent-Datei wird mit dem Client geöffnet, der dann den Download startet.
Ziele der Plattform
Ähnlich, wie die Kazaa-Entwickler mit dem in
Kazaa 2.5 demonstrierten (und dem Anwender heimlich untergeschobenen) PeerEnabler versuchen, Bandbreite zu sparen, möchte auch BitTorrent die kostengünstige Verbreitung von größeren Dateien ermöglichen. Anstatt die anfallenden Kosten für zahlreiche Downloads von einem Server zu tragen, können Anbieter von Software einen Tracker eröffnen und ihre Dateien anbieten. Die Kosten für das dabei aufgewandte Übertragungsvolumen sinken, da die Downloader untereinander hochladen.
BitTorrent steckt zwar noch mitten in der Entwicklung, kann aber bereits mit hohen Downloads glänzen, wobei bereits viele Seiten mit umfangreichen Downloads locken. Anders als bei anderen P2P-Netzen ist bei BitTorrent der Anteil von legalen Downloads recht hoch: Linux-Isos, Freeware, Desktop-Hintergründe und ähnliche Dateien zählen sich zu den legalen Angeboten. Doch auch gibt es unzählige illegale Veröffentlichungen unter anderem von Kinofilmen, Musik, Programmen und ähnlichem.
Eine Liste von Download-Möglichkeiten finden Sie auf der
offiziellen BitTorrent-Seite unter der FAQ.