Die Bundesregierung will härter gegen lästige Werbe-Emails vorgehen. Bereits im Herbst werde der Bundestag eine Gesetzesverschärfung beschließen, wonach Email-Werbung künftig nur noch nach vorheriger Zustimmung des Empfängers verschickt werde dürfe, sagte Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) der "Berliner Zeitung". Gewinne, die unter Verstoß gegen diese Bestimmung erzielt würden, könnten dann eingezogen werden.
Künast sprach sich zugleich für internationale Vereinbarungen gegen so genannte Spam-Mails aus und rief die Internet-Provider auf, unerwünschte Mails grundsätzlich aus der elektronischen Post ihrer Kunden herauszufiltern.
Den Internetnutzern riet die Ministerin, schon bei der Auswahl ihres Anbieters nicht nur auf den Preis zu achten: Die Verbraucher sollten jene Provider "belohnen", die "ihre Kunden vor der Werbelawine schützen". Langfristig würden sich nur Anbieter mit einem solchen Service auf dem Markt halten können, betonte Künast.
Peter Giesecke
/ afp