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Ich langweile mich: Im Fernsehen nur Schrott, Bücher zu anstrengend, die Freundin auf und davon. Alternativen: Daddeln, saugen oder willenlos-drauflos-surfen. Daddeln war doof geworden, seit die Kiddies einen bei Wolfensteins Enemy Territory mit bloßen Messern massakrierten; obwohl ich ständig mit großer Artillerie herumfuhrwerkte. Saugen ist sowieso verboten. Bleibt nur noch das surfen. Ist legal - und deprimiert wenigstens nicht...
Also auf. Motto des Abends: lustige eBay-Alternativen. Kann ja nicht sein, dass der farbenfrohe Berliner Biet-Riese das Non-plus-ultra im Netz ist. Vorbei an kreuzlangweiligen Fach-Seiten für Uhren- und Briefmarken-Auktionen lande ich endlich im Paradies. Dem erotischen Nirwana, der virtuellen Drogenbeschaffungsanstalt. Meinem neuen Zuhause: www.feininger.de.
Rund 250.000 Auktionen haben die feininger.de-Jungs laut Eigenaussage in der Datenbank. Klar gibt's wie bei eBay Computer und Hardware, Bücher, Lexika und den übrigen Krempel. Der erste Blick aber zeigt: Wo eBay klinisch sauber daherkommt, tun sich bei feininger.de ganze Wühlkisten für Hobby-Perverse, Liebhaber getragener Unterhosen, Möchtegern-Kiffer und Pleitiers auf. Hier bin ich Schwein, hier darf ich sein. Und hier bin ICH ganz richtig...


